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Können Sie nach Herzenslust alles essen? Oder fühlen Sie sich nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel unwohl? Grund dafür könnte eine Nahrungsmittelintoleranz sein – hier fehlen notwendige Enzyme und Transporter, um Stoffe wie Laktose, Fructose oder Histamin zu zu verarbeiten.

Bis zu 3 % der ÖsterreicherInnen nehmen zu viel Histamin auf und können es nicht ausreichend abbauen

30 % der ÖsterreicherInnen leiden an einer Fruktosemalabsorption

Jeder Vierte in Österreich verträgt Milchzucker nicht gut

Nahrungsmittelintoleranz einfach erklärt

Lebensmittel versorgen uns mit allen Nährstoffen, die wir zum Leben brauchen. Allerdings können bestimmte Bestandteile aus der Nahrung oder ihre Abbauprodukte Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme, Müdigkeit oder Hautausschläge mit Juckreiz auslösen. 

 

Man spricht dann von einer Lebensmittelunverträglichkeit oder Lebensmittelintoleranz. Sie ist nicht zu verwechseln mit einer Lebensmittelallergie, bei der der Körper Nahrungsbestandteile als schädlich einstuft und bekämpft.

Wie entsteht eine Nahrungsmittelintoleranz?

Die Ursache für eine Nahrungsmittelintoleranz ist ein Enzymmangel. Enzyme erfüllen in unserem Körper grundlegende Funktionen, sie spalten zum Beispiel Nährstoffe in kleine Häppchen auf, schützen den Organismus vor schädlichen Stoffen, heilen Wunden und vieles mehr. 

Fehlen bestimmte Verdauungsenzyme, können einige Bestandteile der Nahrung nicht mehr optimal verwertet werden. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, um auftretende Beschwerden zu lindern: entweder man verzichtet auf die Auslöser der Nahrungsmittelintoleranzen oder man führt die fehlenden Enzyme mittels eines Supplements zu.

DAOSIN®

Wenn Histamin nicht ausreichend abgebaut werden kann

FRUCTOSIN®

Wenn der süße Genuss Kummer bereitet

LACTOSOLV®

Wenn Milchprodukte Verdruss bereiten

Was ist der Unterschied zwischen einer Lebensmittelunverträglichkeit und einer Lebensmittelallergie?

Bei einer Lebensmittelunverträglichkeit kann der Körper bestimmte Bestandteile aus der Nahrung nicht verwerten. Im Gegensatz dazu sind bei einer Lebensmittelallergie die natürlichen Abwehrkräfte durcheinander geraten. Durch eine Fehlfunktion des Immunsystems werden bestimmte Bestandteile der Nahrung fälschlicherweise als Krankheitserreger identifiziert. Das Immunsystem bekämpft diese Stoffe mit einer Immunreaktion, die sich in verschiedenen Symptomen bemerkbar machen kann. Eine Lebensmittelallergie lässt sich durch entsprechende Antikörpertests feststellen.

Typische Symptome einer Lebensmittelallergie

  • Tränende Augen
  • Laufende Nase durch Anschwellen der Schleimhäute
  • Atemnot
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Schwindel
  • Hautausschläge mit Juckreiz

Lebensmittelallergien werden häufig bei Kindern unter 6 Jahren diagnostiziert. Aber es können sich auch später allergische Reaktionen gegen bestimmte Lebensmittel bilden. Insgesamt leben 1 bis 2,4 Prozent der Erwachsenen mit einer Lebensmittelallergie und 6 bis 7 Prozent der Kinder.

Eine Lebensmittelunverträglichkeit kann jederzeit auftreten. Meist entwickelt sie sich erst im Laufe des Lebens. Die Beschwerden sind häufig abhängig von der Dosis. Das bedeutet, dass kleinere Mengen der betreffenden Lebensmittel problemlos gegessen werden können und sich Symptome erst nach übermäßigem Verzehr und oftmals erst nach einer gewissen Zeit zeigen.

Alles Wissenswerte über Enzyme

Enzyme sind entscheidend für den Stoffwechselkreislauf. Ihre Aufgaben reichen von der Nährstoffverwertung, dem Abbau von Toxinen, der Wundheilung bis zum Schutz vor Krankheiten. Verdauungsenzyme sind essentiell für unsere Verdauung – ohne Enzyme würde man einfach verhungern.

Verdauungsenzyme kommen im Speichel, im Magen, der Bauchspeicheldrüse sowie im Darm vor und sie sind auf bestimmte Nährstoffe spezialisiert. So zerlegen sogenannte Peptidasen oder Proteasen das Eiweiß aus der Nahrung.

Amylasen sind hingegen für die Verarbeitung von Kohlenhydraten zuständig – zu ihnen gehört auch das Enzym Laktase, das Milchzucker (Laktose) aufspaltet.

Einige Enzyme im Verdauungstrakt verhindern auch, dass wir schädliche Nahrungsbestandteile zu uns nehmen. Zu diesen sogenannten Schutzenzymen gehört DiAminOxidase, kurz DAO-Enzym. Es sorgt für den Abbau von überschüssigem Histamin.

Was sind die Symptome eines Enzymmangels?

Ein Enzymmangel kann sich auf vielfältige Weise äußern. Leider sind die Beschwerden eher unspezifisch, das heißt, sie können auch durch andere Störungen verursacht werden. Folgende Symptome können auf einen Enzymmangel hinweisen: Magen-Darm-Probleme, Kopfschmerzen, Hautveränderungen, Juckreiz, Asthmaanfälle, Fieber, Depressionen, Müdigkeit, Hyperaktivität, Schwindelgefühl, Bluthochdruck, Blutzuckeranstieg, erhöhte Blutfettwerte oder nichtalkoholische Fettleber.

Die Symptome können einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen auftreten, typischerweise nach der Aufnahme eines bestimmten Nahrungsmittels.

Wie kann Enzymmangel behandelt werden?

Wenn klar ist, dass ein Mangel an bestimmten Enzymen die Beschwerden verursacht, gibt es zwei Möglichkeiten. Man verzichtet auf das Nahrungsmittel, das der Körper nicht mehr richtig verarbeiten kann oder gegen das ihm die Schutzmechanismen fehlen.

Allerdings lässt sich ein vollständiger Verzicht auf einzelne Bestandteile aus der Nahrung nicht immer und überall umsetzen. Sie können zum Beispiel bei einer Einladung, auf Reisen oder im Restaurant nicht immer zuverlässig wissen, ob die unverträgliche Substanz nicht doch auf dem Teller liegt.

In solchen Fällen hilft es, die fehlenden Enzyme ergänzend zuzuführen (Supplementation). Solche Supplements helfen, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu steigern. Denn mit ihrer Hilfe können Betroffene endlich wieder alles essen.