Histaminintoleranz ist schwierig festzustellen
Schon ein Gläschen Rotwein macht Ihnen Kopfweh? Dann könnte Histamin dran schuld sein – aber es kann auch ganz andere Ursachen haben. Das Dilemma bei der Histaminintoleranz sind die vielfältigen, unspezifischen Symptome und die schwierige Diagnose.
Welche Symptome sind bei einer Histaminintoleranz möglich?
Zu den häufigen Reaktionen zählen:
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Kopfschmerzen – meist migräneartig
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Bauchschmerzen oder flaues Magengefühl
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Durchfall, manchmal auch Verstopfung
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Plötzliche Gesichtsrötung
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Niesreiz, rinnende Nase
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Juckreiz auf Haut oder in den Augen
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Hautausschlag
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Schwindel
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Herzrasen, Blutdruckänderungen
Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausfallen und die Reaktionszeit ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. So können bereits nach zehn Minuten Symptome auftreten oder erst nach einer Stunde.
Gut zu wissen! Eine Histaminintoleranz ist keine Allergie. Die Beschwerden einer Histaminintoleranz sind der einer klassischen Allergie zwar sehr ähnlich, der große Unterschied ist aber, dass bei einer Histaminintoleranz keine Antikörper im Spiel sind. Allergietests fallen deshalb negativ aus.



Quelle:
1 Reese I, Ballmer-Weber B, Keyer K et al.: Leitlinie zum Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA), Ärzteverband Deutscher Allergologen (AeDA) und der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI). Allergo J Int 2017; 26: 72-9



